Physikunterricht versäumt!
Im Unterricht gepennt...
Physikalisch könnte ein Eisklumpen von etwa einem Liter die Luft(temperatur) in einem abgeschlossenen Raum von etwa einem Kubikmeter um 0,1 Grad nach unten verändern. Ohne Austausch mit draußen passiert dann aber nichts weiter...
Für einen Raum mit einer Grundfläche von 4*5 Metern und einer Raumhöhe von 2,50 m -> 50 qm bräuchte ich also schon 50 Kiloblöcke Eis, um rechnerisch überall kurzzeitig 0,1 Grad weniger an Lufttemperatur messen zu können.
Allerdings verteilen sich dann nach kurzer Zeit 50 Liter Wasser auf dem Boden...
Im Nahbereich vor dem Lüfter spürt man den leicht gekühlten Luftstrom ja noch. Wenn ich bei 35 Grad im Wind stehe, kommt es mir ja auch kühler vor als bei 35 Grad im geschlossenen Raum. Einen oder zwei Meter weiter weg ist die Wirkung nicht mehr spürbar.
Ganz außer Acht gelassen wurde bei dieser Überschlagsrechnung, dass die Wände und Gegenstände im Raum die möglicherweise unangenehme Wärme ja speichern - also auch gekühlt werden müssten...
Es hilft nichts: Bei einer ehrlichen Klimaanlage muss die warme Luft nach draußen abgeleitet werden - also raus aus dem zu kühlenden Bereich.
Ich habe vor einigen Jahren solch ein Gerät, bei dem man Eiswürfel oder Kühlpacks mit Wasser einfüllen kann, erworben und mit Thermometer festgestellt: Es funktioniert, die ausgeblasene mit kaltem Wasser befeuchtete Luft ist knapp 2 Grad kälter als die Temperatur in zwei Metern Entfernung. Allerdings entsteht durch den Wasserumlauf (Pumpe) und Ventilator ein Stromverbrauch, der auch zu einer messbaren, leichten Temperaturerhöhung an einigen Stellen im Gerät führt. Die Luftfeuchte im Raum stieg nach einiger Zeit unangenehm an.
Physikalisch eine Nullnummer: Mit viel Energie vorproduziertes Eiswasser wird zerstäubt und mit Strom in die Wohnung geblasen...
Nur für den chinesischen Hersteller wohl keine Nullnummer...
23. kesäkuuta 2026
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