Ich verstehe den rechtlichen Schutz von…
Ich verstehe den rechtlichen Schutz von Bildrechten, aber die Umsetzung dieses Falls wirkt auf mich völlig unverhältnismässig. Ich habe ein Bild verwendet, ohne Lizenz – ja, das war mein Fehler. Doch innerhalb von Minuten nach dem Hinweis habe ich es von allen meinen Portalen entfernt und durch eigenes Material ersetzt. Es gab zu keinem Zeitpunkt eine kommerzielle oder monetarisierte Nutzung und auch keine Absicht, daraus einen finanziellen Vorteil zu ziehen.
Das Bild wurde einzig im Kontext meiner ehrenamtlichen Arbeit als Tolkien-Fan und Student verwendet, um für die Ausstellung Tour du Fantastique in Neuchâtel zu werben – ein Projekt, das ich aus Leidenschaft betreibe, unbezahlt, ohne Sponsoring-Budget und bereits mehrfach aus eigener Tasche unterstützt habe. Trotzdem musste ich nun den Grundbetrag bezahlen. Auch wenn mir der Zuschlag erlassen wurde, empfinde ich die Forderung von über 150 CHF für wenige Minuten Online-Sichtbarkeit eines nicht-kommerziellen Fanposts als Wahnsinn und als massive Belastung für ehrenamtliche Kultur- und Community-Arbeit.
Ich kritisiere hier nicht das Urheberrecht an sich, sondern die fehlende Verhältnismässigkeit und fehlende Berücksichtigung des Kontexts. Für Studierende und freiwillige Fan-Projekte, die sofort reagieren und Inhalte entfernen, sollte es ein anderes, faireres System geben. Diese Abwicklung hinterlässt bei mir das Gefühl, dass hier nicht der Schutz der Fotografie im Vordergrund steht, sondern ein Geschäftsmodell, das ehrenamtliche Projekte hart trifft. Für mich war es eine frustrierende und kaum fassbare Erfahrung.








