Datenschutz
Datenschutz? Fehlanzeige.
Wer in der Dropa Apotheke Kölliken seine Medikamente abholt, muss damit rechnen, dass sein Gesundheitszustand gleich dem ganzen Laden mitgeteilt wird. Die verschriebenen Medikamente werden am Schalter laut vorgelesen, für alle Anwesenden gut hörbar. Wer gerade in der Apotheke steht, erfährt so, welche Krankheiten und Medikamente man hat.
Dabei geht es um Gesundheitsdaten, also um besonders schützenswerte Personendaten. Gerade eine Apotheke sollte wissen, wie heikel das ist und dass Diskretion zum Kern ihres Berufs gehört.
Ich habe das nicht nur einmal angesprochen, sondern mehrmals. Geändert hat sich nichts. Das Anliegen wurde schlicht ignoriert.
Als ich mich erneut beschwerte, hat eine Mitarbeiterin offensichtlich gar nicht zugehört. Auf meine Rückfrage kam nur: «Fertig, ich will nichts mit Ihnen diskutieren.» Von Kundenfreundlichkeit oder Respekt keine Spur. Wer berechtigte Kritik zum Datenschutz so abwürgt, zeigt, dass ihm die Privatsphäre seiner Kundschaft egal ist.
Mein Fazit: Diskretion gibt es hier nicht, und wer sie einfordert, wird abgewimmelt. Das ist für eine Apotheke inakzeptabel. Ich erwarte, dass das Team geschult wird und Medikamente künftig diskret übergeben werden, etwa leise oder in einem abgetrennten Bereich. Bis dahin kann ich niemandem empfehlen, hier Rezepte einzulösen, der Wert auf seine Privatsphäre legt.
BM







