Das war leider gar nichts.
Das war leider gar nichts.
Wir vertreiben ein Nischenprodukt auf Amazon und haben uns von der Zusammenarbeit mit DiCommerce eine deutliche Steigerung der Verkaufszahlen versprochen. Der Preis für den angebotenen Service liegt im oberen Drittel – die Leistung leider nicht.
Da wir auf Empfehlung kamen, gab es von unserer Seite einen gewissen Vertrauensvorschuss, der jedoch enttäuscht wurde. Unsere primäre Kontaktperson kümmerte sich zunächst um den Vertragsabschluss und die Kontoerstellung. Nach Abschluss der Formalitäten wurde uns ein erster Account Manager zugeteilt.
Wir hatten ein Basispaket über 15 Stunden pro Monat gebucht. Bereits nach dem zweiten Monat wurde uns mitgeteilt, dass diese Stundenzahl nicht ausreiche und wir den Vertrag upgraden müssten. Auf meine Nachfrage erhielt ich lediglich einen Screenshot als Stundennachweis. Dabei stellte sich heraus, dass ein Großteil der Stunden für grafische Anpassungen unserer Produktbilder verwendet wurde. Ich wies darauf hin, dass dieser Teil künftig wegfallen werde und die gebuchte Stundenzahl somit ausreichen sollte – was akzeptiert wurde.
Nach dem dritten Monat wurde unser damaliger Betreuer ausgetauscht. Der neue Berater war deutlich kompetenter, allerdings nur eingeschränkt erreichbar (Mittwoch bis Freitag). Unsere Verkaufszahlen blieben dennoch auf dem gleichen Niveau wie zu Beginn. Dies wurde damit erklärt, dass mehr günstigere Konkurrenzprodukte auf den Markt gekommen seien – und dass ein gleichbleibendes Verkaufsniveau daher bereits ein Erfolg sei. Das kann man so sehen, aber von Profis, die sich als Branchenexperten bezeichnen, hätte ich mir mehr Initiative, Strategien und kreative Ansätze erwartet.
Was das Fass jedoch endgültig zum Überlaufen brachte, geschah einen Monat nach der Vertragsauflösung:
Ich erhielt eine Rechnung über Verkaufsprovisionen für den Zeitraum nach Beendigung der Zusammenarbeit. Zunächst hielt ich das für ein Versehen und informierte die Buchhaltung darüber. Die Antwort hat mich ehrlich gesagt sprachlos gemacht:
Man teilte mir mit, dass die Provision laut interner Regelung weitere sechs Monate nach Vertragsende zu zahlen sei, da sich die Optimierungen erst verzögert in den Verkaufszahlen bemerkbar machten.
Ich bat um den Nachweis, wo diese Regelung schriftlich festgehalten ist – und erhielt erneut nur einen Screenshot.
Nach meiner eigenen Prüfung stellte sich heraus, dass diese Klausel nicht im von mir unterzeichneten Vertrag enthalten war, sondern erst in der Auftragsbestätigung eingefügt wurde, die ich am Tag nach der Vertragsunterzeichnung erhalten hatte.
Ich war davon ausgegangen, dass es sich dabei lediglich um eine formelle Bestätigung handelte, weshalb ich dem Dokument keine weitere Beachtung geschenkt hatte.
Nach meiner Rückmeldung wurde der Fehler schließlich anerkannt, die Rechnung storniert und von weiteren Forderungen abgesehen.
Fazit:
DiCommerce bezeichnet sich selbst als „Leader im Bereich E-Commerce“ – und das lässt man sich auch bezahlen. Die tatsächlich erbrachte Leistung war aus unserer Sicht allenfalls durchschnittlich, und das Vorgehen bezüglich der nachträglichen Zahlungsmodalitäten empfinde ich persönlich als äußerst fragwürdig.
Auf Basis unserer Erfahrung kann ich daher leider nur einen Stern vergeben.
Ich hoffe, dass künftig mehr Transparenz und Fairness in der Kundenkommunikation gelebt wird.
9. lokakuuta 2025
Oma-aloitteinen arvostelu